Bei einer PrEP nimmst du HIV-Medikamente ein, um dich vor einer Ansteckung mit HIV zu schützen.

Die Kosten für die PrEP und die Checks musst du zur Zeit selbst tragen. Mehr Informationen findest du auf iwwit.de. Falls du Beratungsbedarf hast dann z.B. bei einer regionalen Aidshilfe oder unter aidshilfe-beratung.de.

 

Wichtig ist die richtige Anwendung:

  • Vor dem Start und vier Wochen nach dem Start ist ein negativer HIV-Test nötig, denn bei einer vorliegenden HIV-Infektion reichen die PrEP-Tabletten nicht zur Behandlung aus und es können Resistenzen entstehen.
  • Deine Nierenfunktionen und dein Hepatitis-B Status müssen ebenfalls gecheckt werden. Bei Nierenproblemen kannst du die PrEP nicht einsetzen.
  • Während der PrEP musst du alle drei Monate einen HIV-Test machen und auch regelmäßig die Nierenwerte checken lassen.
  • Empfohlen werden außerdem regelmäßige Tests auf Geschlechtskrankheiten, insbesondere Syphilis, Tripper und Chlamydien.

Deshalb ist es wichtig, dass du einen HIV-Arzt in deiner Region findest, der dich gut beraten kann und dir auch die PrEP verschreibt.

 

Es gibt zwei Varianten zur Einnahme der PrEP:

Tägliche PrEP
  • „Aufladephase“ (vor dem ersten Sex): 2 Tage je 1 Tablette täglich
  • danach weiter 1 Tablette täglich
  • PrEP-Ende oder Unterbrechung: nach dem letzten Sex noch 2 Tage je 1 Tablette täglich. Dein Arzt oder deine Ärztin kann dir aber auch eine längere Ausschleichphase empfehlen.
Anlassbezogene PrEP

(z.B. anlässlich einer Sexparty oder eines Urlaubs)

  • „Schnellaufladung“: Idealerweise 24 Stunden, spätestens 2 Stunden vor dem ersten Sex 2 PrEP-Tabletten. (Die Einnahme nur zwei Stunden vor dem Sex gilt als sehr knapp, da das Medikament erst vom Magen über das Blut in die Schleimhäute gelangen muss.)
  • Danach 1 Tablette täglich.
  • PrEP-Ende: Nach dem letzten Sex noch 2 Tage je 1 Tablette täglich. Dein Arzt oder deine Ärztin kann dir aber auch eine längere Ausschleichphase empfehlen.

Die Wirksamkeit der PrEP ist wissenschaftlich belegt. Die tägliche PrEP wird in den Europäischen und den Deutsch-Österreichischen Leitlinien der ärztlichen Fachgesellschaften empfohlen; die anlassbezogene PrEP ist nach den Leitlinien ebenfalls möglich.

 

 

 

 

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