Androgynie kommt aus dem Griechischen und ist zusammengesetzt aus „aner“ / „andros“, das bedeutet Mann, und „gyne“, was so viel heißt wie Frau. Gemeint ist damit „männliche und weibliche Merkmale vereinigend“.

Damit werden Menschen bezeichnet, die durch ihr Auftreten nicht eindeutig einem Geschlecht zugeordnet erscheinen. Es lassen sich sowohl Eigenschaften erkennen, die traditionell Frauen zugesprochen werden, als auch Eigenschaften, die eher mit Männern in Verbindung gebracht werden.

Durch das äußere Erscheinungsbild alleine kannst du die Geschlechtsidentität einer Person nicht erkennen. Es gibt androgyne Frauen, Männer und andere Menschen. Damit hat Androgynie nicht zwangsweise mit Transidentität oder Intersexualität zu tun. Ein androgyner Mann bleibt auch immer ein Mann (immer vorausgesetzt, er fühlt sich auch so). Es gibt aber auch Menschen, die den Begriff Androgynie gerade gebrauchen, um ihr eigenes Verständnis von ihrem Geschlecht zu beschreiben.

Androgynes Auftreten geschieht oft bewusst, denn abgesehen von rein körperlichen Merkmalen kann jede/r z.B. Kleidung, Haarschnitt und/oder Makeup selbst wählen.

Du kannst mit deinem Äußeren und deinem Auftreten spielen und experimentieren, um zu sehen, wie du dich am wohlsten fühlst.