Beim Babystrich handelt es sich um Kinderprostitution, d.h. minderjährige und nichtgeschlechtsreife Jugendliche bieten sich Erwachsenen für Geld an. Sex mit Minderjährigen ist aus rechtlicher Sicht strafbar, denn er hat für ihre Entwicklung nachteilige Folgen, da die Jungen und Mädchen noch nicht in der Lage sind dies körperlich und geistig zu verarbeiten.

Einige Kinder prostituieren sich, weil sie Geld brauchen. Meist kommen sie aus einer sozial ärmeren Schicht, sind von zu Hause oder aus dem Heim weggelaufen. Andere wiederum sind drogenabhängig und finanzieren sich auf diesem Weg ihre Sucht. Dazu sagt man auch Beschaffungsprostitution.

Für die Kinder und Jugendlichen, die sich prostituieren, gibt es in den meisten Großstädten Beratungsstellen. Dort können sie gemütlich Kaffee trinken, Wäsche waschen oder sich ausruhen. Sozialarbeiter geben ihnen Hilfe und Unterstützung oder beraten sie, wenn sie vom Strich aussteigen wollen. Kompetente Beratung in Leipzig findet ihr im Team „Anna O“, ein Projekt der Streetworker des Jugendamtes (Tel.: 0341 215 38 21).