HIV (Humanes Immundefekt Virus) ist ein Virus, welches durch den Austausch von Körperflüssigkeiten (Blut, Analsekret, Samen- oder Scheidenflüssigkeit) übertragen wird. Der Virus kann über Verletzungen oder über Zellen in den Schleimhäuten (Darm, Scheide, unter der Vorhaut und auf der Eichel, und im hinteren Rachenraum befindlich) in den anderen Körper eindringen. HI-Viren befallen die T-Helfer-Zellen (weiße Blutkörperchen, die für die Abwehr von Krankheiten verantwortlich sind) und die „Fresszellen“ (Makrophagen), diese sind u.a. für die Vernichtung von Bakterien zuständig. Somit zerstört er nach und nach das Immunsystem. Der infizierte Mensch ist irgendwann so geschwächt, dass für ihn bereits harmlose Krankheiten tödlich sein können. Das HI-Virus ist der Verursacher der Krankheit Aids (Acquired Immune Deficiency Syndrome“: erworbenes Immunschwäche-Syndrom).

HIV-infiziert bedeutet, dass der Mensch sich mit dem HI-Virus angesteckt hat. Aber es heißt nicht, dass die Krankheit Aids bei ihm schon ausgebrochen ist. Zwischen der Infektion mit HIV und dem Ausbruch der Krankheit Aids kann sehr viel Zeit vergehen. Dennoch kann der infizierte Mensch das Virus auf andere übertragen. Deshalb gilt beim Geschlechtsverkehr: Immer Kondome verwenden!, wenn das Aidsrisiko nicht abgeklärt ist. Falls du ein HIV-positives Testergebnis bekommen hast, dann heißt das nicht, dass du auch an Aids erkranken musst. Es gibt mittlerweile eine Vielzahl an hochwirksamen, antiretroviralen Medikamenten, die eine Verbreitung des HI-Virus im Körper unterbinden können. Kompetente Ansprechpartner*innen findest du unter www.aidshilfe-beratung.de. Dort erfährst du auch wo du einen HIV-Arzt in deiner Region finden kannst.