Hormone sind chemische Stoffe, die im Körper verschiedene Stoffwechselvorgänge auslösen. Sie werden vor allem in den Hormondrüsen produziert und von dort aus losgeschickt auf die Reise durch den Körper bis sie an ihrem Zielort, den Zielzellen angelangt sind.

Von der Hauptzentrale im Gehirn, dem Hypotalamus, bekommen die Hormondrüsen den Befehl bestimmte Vorgänge im Körper zu regeln. Diese senden dann ihre Boten mit der entsprechenden Nachricht aus. Deswegen werden Hormone auch Botenstoffe genannt. Das Transportmittel der Hormone ist das Blut. Das Blutgefäßsystem ist von den Venen über die Arterien bis hin zum feingestrickten Kapillarnetz über 100.000 km lang, also 2 Mal mehr als der Erdumfang. Trotz der langen und verzweigten Irrwege finden die Hormone ihren Zielort. Denn die Zielzellen haben ein Erkennungszeichen: den Rezeptor, an welchen sich die Hormone anlagern. Das entsprechende Hormon und der zugehörige Rezeptor passen genau zusammen, wie ein Schlüssel in sein Schlüsselloch, deshalb wird dieses System auch als Schlüssel-Schloß-Prinzip bezeichnet. Wenn das Hormon das „Rezeptorschloß aufgeschlossen“ hat, werden in den Zellen die Stoffwechselvorgänge ausgelöst.

Nachdem die Hormone ihre Botschaft abgeliefert haben und die vorgesehene Reaktion in Gang gesetzt wurde, werden die Hormone nicht mehr gebraucht und somit abbgebaut und über die Leber oder die Nieren ausgeschieden. Das erfolgt, damit keine Dauerreaktion im Körper stattfindet. Anhand dieser Hormonabbauprodukte kann der Arzt bei einer Urinuntersuchung den Hormonspiegel im Blut feststellen.